Corona APP / Mehr Sicherheit? oder nur Geldverschwendung / Segen für den Anbieter?

Viele Millionen für eine APP! Und nun?

In den letzten Wochen wird nun immer mehr „gelockert“ um wieder in einen normal Betrieb zu gehen. Ab den 15.06.2020 können nun wieder Reisen innerhalb Europas stattfinden.

In dieser Woche (KW 25/2020) soll nun auch die „Corona APP“ freigegeben werden.

Das genannte Ziel der App ist die schnelle Unterbrechung von Infektionsketten.

Die Installation und Verwendung soll hierbei absolut freiwillig sein. In den Medien wird z.Zt. die absolute Anonymität und Sicherheit immer wieder gepredigt.

Die reale Wirkung vergleichbarer Apps (z.B. in Südkorea) sind sehr umstritten. Oft wird sie als nicht vorhanden beschrieben, da angeblich zu wenige Menschen diese Apps verwenden. Ebenso können die Rückmeldungen natürlich immer erst nach der Ansteckung geschehen. Wieso es nun mit der „deutschen App“ anders sein soll liegt außerhalb unseres Verständnisses.

Diese App erhöht nicht die Sicherheit und der gewünschte Nutzen wäre nur bei sehr vielen Nutzern evtl. überhaupt gegeben.

Bereits seit Wochen werden z.B. die Daten von Besuchern der geöffneten Gaststätten auf Papier gespeichert. Dies verfolgt das gleiche Ziel wie die App. Bei der Nachfrage vor Ort wurde mir mitgeteilt, dass etliche Gäste unleserlich oder gar den Namen von öffentlichen Personen (Bürgermeister/Popstars) mit Anschrift (Musterstr. usw.) dort hinterlassen. Dies vereitelt somit das eigentliche Ziel.

Wichtiger Hinweis:

Covid 19 ist gefährlich und kann auch tödlich sein (auch in meinem Bekanntenkreis ist leider jemand, der NICHT zur Risikogruppe gehörte, verstorben).

Fakten hierzu (keine Gerüchte):

Mutter (über 80Jahre alt) hatte sich im Krankenhaus an Covid 19 angesteckt und ist dann entlassen worden (ungetestet). Sohn (>50) hat Mutter gepflegt. Diese verstarb an Covid 19. Als er dann beim Gesundheitsamt nachfragte (Fakten waren dem Amt bekannt) ob er bitte getestet werden könne, wurde ihm mitgeteilt, dies ist nicht notwendig, er soll sich nur in Quarantäne begeben. Innerhalb von einer Woche war dann die Familie kpl. erkrankt (beide Kinder/Mutter). Beim Vater, der am meisten Viren abbekommen hatte wurde es extrem, er kam in die Notaufnahme und verstarb dann innerhalb der nächsten 14 Tagen.

Die Datenerhebungen sind aus meiner Sicht eher fragwürdige Maßnahmen. Das oben genannte reale Beispiel zeigt, dass nur das Sammeln von Daten keinen Schutz bringt. Der Umgang (sofortige Handlung/Fachkompetenz des „Bearbeiters“) ist entscheidend! Die aktuellen Regeln und Freiwilligkeiten unterstützen nicht das Ziel.

Z.B. wenn jemand nur leichte Symptome hat und daher glaubt es nicht melden zu brauchen/müssen, dann kann der Nächste in der Kette daran schon verstorben sein, bevor der „Erste“ es überhaupt gemeldet hat.

Eine Infektionskette zu unterbrechen, wenn ein User freiwillig entscheiden kann, ob und wann er die Daten freigeben wird, ist aus meiner Sich nur sehr bedingt möglich. Auch das Thema Aufwand/Nutzen steht hier in keinem guten Verhältnis. Weder das Internet , noch das Mobilfunknetz sind anonym aufgebaut. Beispiel IP-Adresse / Apple-Account / GMail-Account usw. sind immer zuordenbar. Die App wird über einen Account heruntergeladen…..

Wenn zu wenige mitmachen, kommt dann die gesetzliche Verpflichtung als nächstes?

Oder wird dann das Projekt einfach wieder nur eingestellt? Der Steuerzahler wird es zahlen, und es war ja ein gut gemeinter Versuch?

Die Hygieneregeln sind bisher der beste uns bekannte Schutz.

Uns erscheint es zur Zeit wichtig diese Informationen Ihnen zu übermitteln, damit Sie sich ihr eigenes Bild machen können um ihre Sicherheit im Umgang mit der aktuellen Situation weiter zu erhöhen.